About

Dies ist ein Reise-Blog.

Die Reisen führen hauptsächlich durch Rumänien, aber auch andere Länder Süd-Ost-Europas, Albanien, Bulgarien, Montenegro, Bosnien, Serbien, die Ukraine. Sie führen durch die entlegenen Landschaften, die vergessenen Orte Europas. Vielleicht sind die Orte weniger vergessen als unbekannt, die Landschaften weniger entlegen als übersehen. Worüber es kein Wissen gibt, darüber gibt es Mythen.

„Wenn Menschen, die Rumänien nicht kennen, sich das Land vorstellen, haben sie eigentlich, glaube ich, den Schwarzwald vor Augen. Sie denken, so sieht Transsilvanien aus. Aber so finster wie das Höllental ist Transsilvanien nur für einen Moment, an seinem nördlichen Ausgang an der Bicaz-Schlucht. Hier nimmt das Missverständnis zu Rumänien seinen Anfang.“ (Cârlibaba, Juli 2013)

Ich habe den Blog 2009 begonnen, als ich in Siebenbürgen, Rumänien gelebt habe, von 2008 – 2010. Ich habe ihn während eines Projekts begonnen, für das ich in Dörfern rund um Sibiu, Mediaș, Sighișoara und Brașov unterwegs war. Das Projekt sah vor, eine Sammlung der Traditionen und Bräuche der Siebenbürger Sachsen zu erstellen, der deutschen Minderheit, die diese Dörfer und Städte vor über 850 Jahren errichtet haben. Manche der Traditionen sind so alt.

Die Siebenbürger Sachsen sind, wie man weiß, nach 1990 überwiegend ausgewandert. In sehr kurzer Zeit sind etwa 90 % gen Westen gezogen und haben leere Ortschaften, – Höfe, Kirchen und Schulen hinterlassen. Ich habe mich gefragt, was bleibt, wenn die Menschen gehen.

Es ging mir darum, zu dokumentieren, was geblieben und was verschwunden ist. Alles verändert sich täglich. Veränderungen, die weniger mit dem Wegzug der deutschen Minderheit zu tun haben als mit dem Wandel, der 1990 mit dem Fall des Eisenernen Vorhang begann und mit der Annäherung und schließlich der Mitgliedschaft in der EU beschleunigt wurde. Dem Wandel der Zeit schlussendlich. Während man denkt, dieser Wandel geschähe vor allem in den Städten, so ereignet er sich deutlicher noch auf dem Land, weit entfernt vom Zentrum. Er tritt dort mit leichter Verzögerung in Erscheinung, unvermittelt, schluckt Dinge und bringt täglich neue hervor.

Weil der Wandel sich in Europa, durch Europa, die EU und den Euro vollzieht, heißt der Blog euromania.

Ich kehre einmal im Jahr nach Rumänien zurück und reise über dessen Grenzen hinaus. Ich möchte alles festhalten, was ich sehe. Die Landschaften, die Dörfer, die Häuser, die Gärten, die Tiere, die Menschen, wie sie leben und arbeiten, die Städte, die Märkte (…).

In vielen kleinen Teilen trägt der Blog das zusammen.

DSC00070

Engenthal/ Mighindoala, 2010

P.S. Meine Sammlung der Traditionen und Bräuche findet sich hier: traditionen.evang.ro

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4 Antworten zu About

  1. stefi schreibt:

    😉

  2. stefi schreibt:

    ein trauriges land mit viel humor…

  3. belysnaechte schreibt:

    gefällt mir sehr, ich mag den Balkan, mein Lieblingsland dort fängt aber mit B an und danach kommt ein o

  4. P. Johannes schreibt:

    War gerade dabei, die Erinnerungen meines Weges durch Rumänien aufzuarbeiten und zu Papier zu bringen. Bei der Suche nach der Schreibweise eines Ortes bin ich über dieses Blog gestolpert. Der Neugierde erlegen habe ich zwei Beiträge gelesen und kann nur sagen: Kompliment. Ich wünschte, ich könnte so ausdrucksvoll und lebendig schreiben. Deprimiert muss ich nun zu meinem Manuskript zurück. 😛

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